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Aktuelles aus dem ENTEGA-Konzern

21.04.2017 ENTEGA

Junge Erwachsene retten Boots-Flüchtlinge

ENTEGA Stiftung würdigt Engagement mit dem „Darmstädter Impuls“

Auszeichnung: Die ENTEGA Stiftung hat den Darmstädter Impuls verliehen. Auf dem Foto von links: Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig (Vorstandsvorsitzende ENTEGA Stiftung), die Preisträger Timur Beygo für die Initiative "Teachers on the Road", Rosa Opossum für Vielbunt e.V. und Jakob Schoen für Jugend Rettet e.V. sowie der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch.

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DARMSTADT (ler) – Für ihr Engagement zur Rettung von Flüchtlingen im Mittel-meer ist der Verein Jugend Rettet e.V. mit dem „Erasmus Kittler Preis“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist Teil des Preises „Darmstädter Impuls“, den die ENTEGA Stiftung seit 2009 alle zwei Jahre vergibt. „Wir brauchen Initiativen wie „Jugend Rettet“. Sie zeigen, dass aktive Menschen, die nicht wegschauen, unsere Welt verändern können“, sagte die Vorstandsvorsitzende der ENTEGA Stiftung, Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, bei der Preisverleihung am 20. April in Darmstadt. Die Preise des „Darmstädter Impuls“ werden an Initiativen und Persönlichkeiten verliehen, die sich lokal, regional oder national für das Gemeinwohl einsetzen, und sollen damit Impulse für mehr bürgerschaftliches Engagement setzen. Der nationale „Erasmus Kittler Preis“ ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre an Initiativen oder Persönlichkeiten verliehen, deren herausragendes nationales Wirken das Gemeinwohl stärkt.

Ein Satz reicht aus, um Antrieb und Ziel des Vereins Jugend Rettet e.V. zu beschreiben: „Wenn Menschen in Seenot geraten, schickt man ein Schiff, um sie zu retten.“ Die Organisation von jungen Erwachsenen rettet seit Juli 2016 mit einem privaten Schiff im Mittelmeer Flüchtlinge. Gründer von Jugend Rettet e.V. ist Jakob Schoen. Der 19jährige hat 2015 sein Abitur gemacht. Während er für die Abiturprüfungen lernte, kenterte in der Nacht vom 18. auf den 19. April vor der lybischen Küste ein Boot mit hunderten von Flüchtlingen, von denen die meisten bei dem Unglück ums Leben kamen. „Während viele von uns von solchen Ereignissen zwar erschüttert sind, aber nicht das Gefühl haben, etwas an der Situation ändern zu können, beschloss Jakob Schoen zu handeln und das Naheliegende zu tun – ein Schiff zu kaufen, um Menschenleben zu retten“, sagte die Journalistin und Fernsehmoderatorin Dunja Hayali, die die Veranstaltung zur Preisverleihung moderierte.

Jakob Schoen suchte Mitstreiter und gründete Jugend Rettet e.V. Gemeinsam mit der 2. Vereinsvorsitzenden Lena Waldhoff und weiteren jungen Erwachsenen ge-lang es ihm, mit Spendengeldern einen Fischtrawler zum Rettungsschiff umzurüs-ten. Die IUVENTA betreibt seit Juli 2016 eine private Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Menschen in Seenot werden lokalisiert und sie werden je nach Situation durch Rettungsinseln gesichert oder an Bord genommen. „Unser Ziel steht fest: Weniger Tote im Mittelmeer“, sagt Jakob Schoen. Seit die IUVENTA dort unterwegs ist, war sie bereits an der Rettung von mehr als 6.500 Menschen beteiligt. Darüber hinaus will der Verein mit Jugend Rettet Europe eine Diskussionsplattform über die europäische Asylpolitik für junge Erwachsene schaffen. „Wir glauben an das Potenzial unserer jungen Generation, die aktuelle Situation durch eine breite asylpolitische Diskussion in ganz Europa zu verbessern“, sagt Schoen.

Im Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium wurden noch zwei weitere Preise vergeben: Mit dem „Ludwig-Bergsträßer Preis wird bürgerschaft-liches Engagement in der Region Rhein-Main-Neckar gewürdigt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde an das Netzwerk Konkrete Solidarität e.V. für das Projekt „Teachers on the Road“ verliehen. Die Initiative „Teachers on the Road“ hat sich zum Ziel gesetzt, Flüchtlingen durch regelmäßigen Deutschunterricht mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. „Das ist ein wesentlicher Beitrag, um die Isolation von Flüchtlingen zu beenden“, erklärt der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen
Partsch, Vorsitzender des Kuratoriums der ENTEGA Stiftung. Das Projekt läuft seit 2013. Unter anderem in Darmstadt, Mainz, Groß-Gerau, Frankfurt, Offenbach, Ober-ursel und Ludwigshafen gründeten sich Teachers-Gruppen, die Flüchtlinge zwei- bis fünfmal pro Woche unterrichten. „Wir verstehen uns als politisches Bil-dungsprojekt: Alle Menschen, die hier leben, sollen auch Teil dieser Gesellschaft sein. Dafür setzen wir uns ein“, sagte Timur Beygo, der den Preis stellvertretend für die Teachers entgegennahm.

Dritter Preis des „Darmstädter Impuls“ ist der lokale „Charlotte Heidenreich von Siebold Preis“, der ebenfalls mit 20.000 Euro dotiert ist. Dieser geht an den Darmstädter Verein Vielbunt e.V., der sich seit seiner Gründung im November 2010 für die Interessen von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) einsetzt. „Ziel des Vereins ist es, Diskriminierung abzubauen, um die Vielfalt und Akzeptanz in einer bunten Stadtgesellschaft zu fördern“, erläutert Oberbürgermeister Jochen
Partsch. Zahlreiche Projekte von Vielbunt e.V. – zum Beispiel Jugendarbeit, ein Schulaufklärungsprojekt, offene Treffen und Stammtisch - sprechen Menschen in besonderen Lebenslagen an und bieten Hilfe, Orientierung und Unterstützung. Für den Verein hat die Travestiekünstlerin Rosa Opossum den Preis der ENTEGA Stif-tung entgegengenommen. Sie setzt sich dafür ein, dass die Frau mit Bart oder der Mann im Rock zum normalen Stadtbild gehören: „Mit Vielbunt hat unser Verein An-gebote geschaffen, die die queere Community und die Stadtgesellschaft in Kontakt bringen und damit einen Beitrag zum respektvollen Miteinander leisten“, sagt sie.