12.09.2016

ENTEGA nimmt Großspeicher für Solar-Siedlung in Betrieb

Wichtiges Projekt zur Umsetzung der Energiewende

DARMSTADT/GROSS-UMSTADT (blu) – ENTEGA hat im Rahmen des Forschungsprojektes Flex4Energy einen zentralen Batteriespeicher für die Solarsiedlung „Am Umstädter Bruch“ in Groß-Umstadt in Betrieb genommen. Photovoltaik-Anlagen auf den rund 80 Neubauten produzieren Sonnenstrom für den Eigenbedarf, überschüssiger Strom kann zentral gespeichert werden. Solche Anlagen sind eine unverzichtbare Grundlage, um die Energiewende umzusetzen, weil sie helfen, die schwankende Erzeugung erneuerbarer Energien und den Verbrauch auszugleichen.

„ENTEGA leistet mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag für die intelligente Energieversorgung der Zukunft“, sagte ENTEGA-Infrastrukturvorstand Andreas Niedermaier am Freitag (9.) in Groß-Umstadt. Der Bebauungsplan für die Solarsiedlung sah vor, dass auf jedem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von mindestens fünf Kilowatt errichtet wird. Flex4Energy startete im April 2015 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Projekt wird vom Bundeswirtschafts­ministerium mit rund vier Millionen Euro gefördert.

Joachim Ruppert, Bürgermeister von Groß-Umstadt, lobte die Zusammenarbeit mit ENTEGA. „Dieses Projekt zeigt erneut, dass unsere Stadt und ENTEGA beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz hervorragend zusammenarbeiten. Groß-Umstadt ist ein Wegbereiter der Energiewende.“ Er verwies auf regenerative Erzeugungsanlagen, die ENTEGA auf der Gemarkung errichtet hat: die Biogasanlage in Semd, die Geothermieanlage in Heubach sowie die Windräder auf dem Binselberg.

Ein zentraler Speicher für ein Baugebiet hat gegenüber individuellen Lösungen in den Häusern mehrere Vorteile. Ein Großspeicher ist unter dem Strich preislich günstiger als mehrere kleine. Da sich die benötigte Speicherkapazität mit den Jahreszeiten ändert, haben Haushalte einen weiteren Vorteil. Sie können den Großspeicher sehr variabel nutzen, die Kapazität eines eigenen Speichers bleibt dagegen immer gleich. Der Netzbetreiber kann einen Quartierspeicher zudem einfacher steuern, um die Netzstabilität zu verbessern.

Die Anwohner im Neubaugebiet können kostenlos am Forschungsprojekt „Flex4Energy“ teilnehmen. Sie sparen damit Investitionskosten für einen eigenen Speicher und Platz in ihrem Keller. Bis zum Ende der Projektlaufzeit im März 2018 testet ENTEGA den Speicher in der Praxis. Wissenschaftlich untersucht werden soll dabei unter anderem, wie groß der individuelle Speicherbedarf für die Haushalte tatsächlich ist.


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