14.06.2013

Ring frei für die kleinen HSE-Störche

Die Jungvögel im Nest in Münster erhalten Identifizierungsmarken

MÜNSTER (ler/blu) – Die beiden jungen Störche im Nest bei der Kläranlage Münster sind am Freitag (14.) beringt worden, weil sie demnächst ihre ersten Flugversuche starten. Klaus Hillerich, der im Auftrag der Vogelwarte Helgoland unterwegs ist, kletterte per Hubsteiger ins Storchennest und brachte den Störchen einen kleinen Plastikring mit individueller Nummer und Adresse oberhalb des Sprunggelenks am Bein an. Die Beringung dauerte nicht lange und war für die Vögel völlig ungefährlich.

Wenn die Vögel beringt sind, können Vogelkundler ihr Verhalten über einen längeren Zeitraum verfolgen. Identifiziert werden die Vögel etwa per Fernrohr, vergrößerte Fotoaufnahmen oder wenn sie vorübergehend wieder eingefangen oder tot aufgefunden werden. Die Experten untersuchen unter anderem den Vogelzug, Lebensdauer, Sterblichkeit, Ernährung und Fortpflanzung.

Im Nest in Münster waren vier kleine Störche geschlüpft, von denen nur zwei überlebt haben. Warum die Beiden verendet sind, ist unklar. Möglicherweise haben die widrigen Wetterbedingungen und die für die Jahreszeit zu niedrigen Temperaturen und der viele Regen eine Rolle gespielt.

Nach Angaben von Klaus Hillerich wurden im vergangenen Jahr in Hessen 266 brütende Storchenpaare gezählt. 652 junge Störche seien geschlüpft. In diesem Jahr wird die Zahl der Brutpaare auf etwa 300 geschätzt. Die Zahl der Jungvögel sei aber deutlich geringer. „Dass viele Jungvögel nicht überlebt haben, liegt aber nicht an fehlender Nahrung“, sagte Hillerich. Es werden nicht alle Störche beringt. Die Vogelwarte hat für Hessen 250 Ringe vorgesehen. Etwa 80 Prozent der beringten Vögel habe man unter Kontrolle, sagte Hillerich. Er weiß deshalb, dass einer der Jungstörche, der im vergangenen Jahr hier in Münster geschlüpft ist, jetzt in Mecklenburg-Vorpommern brütet. Wer einen Storch oder einen anderen beringten Vogel identifiziert hat, solle die Angaben der Vogelwarte mailen unter ifv.ring@ifv-vogelwarte.de.

Die ersten Flugversuche der jungen Störche kann man im Internet live miterleben unter www.hse.ag/storchencam. Im August ziehen sie dann vor ihren Eltern Richtung Südwesten. Bereits mehr als 100.000 mal haben Storchenfans die Seite seit Februar angeklickt. Neben der Webcam gibt es dort auch das Storchentagebuch der HSE, in dem Wissenswertes und Unterhaltsames rund ums Familienleben der Familie Adebar zu lesen ist.

Die Storchen-Webcam gibt es seit 2009. Sie ist möglich durch eine Kooperation der HSE mit der Gemeinde Münster. An der dortigen Kläranlage steht ein vom Unternehmen gestifteter ehemaliger Strommast mit einem Storchennest, das die Vögel seit dem Jahr 2000 nutzen. Betreut wird das Projekt vom Ornithologen Wolfgang Kleinheinz (Nabu). Der Nabu hat in den vergangenen Jahren Nisthilfen geschaffen und ein Feuchtbiotop angelegt, das den Störchen ein reichhaltiges Nahrungsangebot bietet. HSE und ENTEGA engagieren sich für Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch der Schutz von Umwelt und Natur. „Die Störche sind ein schönes Zeichen für ein gesundes Ökosystem“, sagt Dagmar Leracz-Mark von der HSE.


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