12.03.2018

Hochrangige Delegation aus Thailand informiert sich bei ENTEGA

DARMSTADT (blu) – Bei ihrer Informationstour in Europa hat eine hochrangige Delegation aus Thailand auch bei ENTEGA in Darmstadt Station gemacht. 20 Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Kornrasit Pakchotanon, Chef der staatlichen Electricity Generating Authority of Thailand, informierten sich über Theorie und Praxis eines intelligenten Stromnetzes – so genannten smart grids.

„ENTEGA beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema, das für die Zukunft einer nachhaltigen Energieversorgung unverzichtbar ist. Wir freuen uns, dass unsere Fachkenntnis auch in Asien wahrgenommen wird“, sagte ENTEGA-Infrastrukturvorstand Andreas Niedermaier, der die Gäste am Montag (12.) in der Hauptverwaltung des Unternehmens in Darmstadt begrüßte.

Im Zuge der Energiewende hin zur dezentralen Einspeisung von regenerativer Energie aus Wind-, Solar- oder Biogasanlagen werden die Stromnetze vor neue Herausforderungen gestellt. Die Aufgabe der Netze war es bislang, Strom aus zentralen Großkraftwerken zu den Verbrauchern zu transportieren. In den kommenden Jahren werden immer mehr Gigawatt aus dezentralen, regenerativen Anlagen eingespeist. Die Einspeisung aus regenerativen Quellen ist aber je nach Wetterbedingungen stark schwankend. Das schwankende Stromangebot muss mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnologie mit dem Stromverbrauch von Haushalten, Industrie und Gewerbe in Einklang gebracht werden.

Im Forschungsprojekt „Web2Energy“, das von der Europäischen Union finanziell unterstützt wurde, hatte ENTEGA zusammen mit Partnern nach intelligenten Lösungen gesucht und sie unter Praxisbedingungen getestet. Mehrere hundert Stromkunden aus ausgewählten Baugebieten in Darmstadt-Eberstadt, Ober-Ramstadt, Groß-Bieberau, Münster, Eppertshausen und Schaafheim erhielten intelligente Stromzähler (Smart Meter), die den Stromverbrauch zeitabhängig erfassen und die aus der Ferne abgelesen werden können. Die Zähler konnten variable Stromtarife verarbeiten und über Schnittstellen intelligente Gebäudetechnik steuern. Damit konnte der Stromverbrauch stärker an das aktuelle Stromangebot angepasst werden. Durch intelligentes Energiemanagement sollte die wachsende Zahl der dezentralen Einspeiser besser koordiniert werden. ENTEGA schaltete deshalb eigene Biogasanlagen, Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke sowie Wasserkraftanlagen am Neckar als virtuelles Kraftwerk zur Laststeuerung zusammen. Gleichzeitig sollten innovative Speicher die Lücke zwischen Stromangebot aus regional produzierten Ökostrom und der Nachfrage überbrücken.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt web2energy kostete rund fünf Millionen Euro. 2,9 Millionen Euro steuerte die EU bei. In Folgeprojekten wie etwa flex4energy – der Einbindung eines zentralen Speichers in einer Solarsiedlung – beschäftigt sich ENTEGA weiter mit diesem Thema.


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