07.09.2020

Verantwortung tragen: 10 Jahre Nachhaltigkeitsmanagement bei ENTEGA

Klimawandel als größte Herausforderung

DARMSTADT - Seit zehn Jahren gibt es bei der ENTEGA AG ein Nachhaltigkeitsmanagement und seitdem veröffentlicht sie jährlich ihren ökologischen, sozialen und ökonomischen Fußabdruck. Dabei folgt sie dem weltweit anerkannten Standard der Global Reporting Initiative und lässt die wesentlichen Inhalte von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren. Jetzt erscheint der neueste Nachhaltigkeitsbericht des Darmstädter Unternehmens. „Für uns ist der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Als Energieversorger stellen wir uns dieser Verantwortung. Unser Anspruch ist es, den Kunden mit unseren Produkten und Energiedienstleistungen ein klimaneutrales Leben und Arbeiten zu ermöglichen“, erläutert Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der ENTEGA.

Früher als die meisten in der Branche hat sich die ENTEGA vom klassischen Energieversorger zum nachhaltig ausgerichteten Energiedienstleister entwickelt. Seit 1999 bietet sie ihren Kunden Ökostrom an und seit 2008 verzichtet sie vollständig auf Atomstrom. Heute ist ENTEGA nach Absatz der zweitgrößte Ökostromanbieter in Deutschland. Auch beim Verkauf von klimaneutralem Erdgas sicherte sich das Unternehmen zum wiederholten Male einen Spitzenplatz. Dies belegt die jährliche Umfrage der Fachzeitschrift Energie & Management. ENTEGA setzte im vergangenen Jahr 2,9 Mrd. kWh Ökostrom und 2,2 Mrd. kWh klimaneutrales Erdgas ab. „Je mehr Kunden Ökostrom und klimaneutrales Erdgas nutzen, umso besser ist dies für das Klima“, betont Dr. Marie-Luise Wolff. Im vergangenen Jahr konnten durch den Verkauf von ENTEGA-Ökostrom 1.208.537 t CO2e vermieden werden. Durch den Absatz von klimaneutralem Erdgas wurden von ENTEGA zudem 466.256 t CO2e Emissionen durch hochwertige Waldschutz- und Aufforstungsprojekte ausgeglichen.

Das Unternehmen verkauft nicht nur Ökostrom, sondern erzeugt diesen auch in eigenen Anlagen. Dafür hat ENTEGA in den letzten zehn Jahren kräftig investiert. Aktuell verfügt das Unternehmen mit seinen eigenen 71 Windkraftanlagen, 3 Solarparks, 133 Solaranlagen auf Dächern und zwei Biogasanlagen über eine Erzeugungskapazität von 248,4 Megawatt. In diesen Anlagen wurden im vergangenen Jahr 0,63 Mrd. kWh Ökostrom erzeugt. Dies reicht aus, um rund 210.000 Haushalte ein Jahr lang vollständig mit Strom zu versorgen. Auch bei der Wärmeerzeugung setzt das Unternehmen regenerative Energien ein. So wurden im vergangenen Jahr 47,1 Mio. kWh Wärme aus Biogas, Klärgas, Holz und Geothermie erzeugt. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien hat ENTEGA 2019 423.048 t CO2e Emissionen vermieden.

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Wärmeversorgung der TU Darmstadt wurde in den letzten vier Jahren das Wärmenetz in Darmstadt weiter ausgebaut und viele öffentliche Liegenschaften an diese umweltfreundliche Art der Wärmeversorgung angebunden. Ein wichtiger Meilenstein dabei war im Jahr 2019 der Bau eines vier Millionen Liter Wasser fassenden Wärmespeichers. Darin kann überschüssige Wärme aus der Müllverbrennung gespeichert und bei Bedarf in das Wärmenetz eingespeist werden.

Das Engagement des Unternehmens wird auch von unabhängigen Stellen bestätigt. So wurde ENTEGA 2013 für seine Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Der TÜV SÜD zeichnet ENTEGA seit 2015 jedes Jahr aufs Neue mit dem Siegel „Wegbereiter der Energiewende“ aus. Damit honoriert er das umfassende Engagement des Unternehmens für die Energiewende.  Die Zeitschrift ÖKO-TEST bestätigt immer wieder die hohe Qualität des streng zertifizierten ENTEGA-Ökostroms.

Auch bei den betriebsbedingten Emissionen hat das Unternehmen viel erreicht. Vor zehn Jahren betrugen die Emissionen aus Mobilität (Fuhrpark, Geschäftsreisen und Pendeln der Belegschaft) und Eigenverbrauch in Liegenschaften, Netzen und Erzeugungsanlagen noch 8,90 t CO2e pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter – heute liegt der Wert nur noch bei 3,81 t. Dies entspricht einem Rückgang um 57 Prozent. Die verbliebenen Emissionen werden durch Waldschutz- und Aufforstungsprojekte kompensiert.

Um den Klimaschutz weiter voranzubringen, weitet die ENTEGA ihr Angebot auf Produkte und Dienstleistungen aus, die einen positiven Umweltnutzen haben. In erster Linie sind dies Dienstleistungen rund um die Digitalisierung und die Elektromobilität sowie Beratungsleistungen und Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz. So kann man bei ENTEGA nicht nur eine Ladekarte für 90.000 Ladepunkte in ganz Europa erwerben, sondern auch eigene Stromladesäulen oder Wandladestationen. Wer eine klimaschonende Heizung braucht oder Solarstrom selbst erzeugen möchte, kann diese Anlagen bei ENTEGA mieten, statt sie zu kaufen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Kunden ein ökologisch ausgerichtetes Förderprogramm. Im Jahr 2019 wurden damit bundesweit 5.588 Maßnahmen mit insgesamt 236.286 Euro unterstützt. Große Energieeinsparpotentiale gibt es in der Industrie und im Gewerbe. Hierfür bietet ENTEGA ein umfangreiches Programm an Energieeffizienzdienstleistungen: Diese reichen von der Energieeffizienzanalyse, über die Planung und Installation moderner Gebäudetechnik bis hin zum kompletten Energiedatenmanagementsystem.

Die Leser des Nachhaltigkeitsberichtes erfahren nicht nur etwas über ENTEGAs Beitrag zum Klimaschutz. Man kann dort auch nachlesen, welchen Mehrwert das Unternehmen für die Region schafft. So zum Beispiel an welchen Forschungsprojekten es beteiligt ist. Wie das Unternehmen bei der Digitalstadt Darmstadt oder der Initiative Smart Region die digitale Transformation forciert oder den Ausbau der Elektromobilität voranbringt. Und nicht zuletzt wie die ENTEGA Stiftung und das ENTEGA NATURpur Institut gesellschaftliches Engagement fördern.

Großen Raum nehmen im Bericht auch die Beschäftigten und die Unternehmenskultur ein. Aus- und Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Diversität und Chancengleichheit sind hier die wichtigsten Stichworte. Aktuell beschäftigt der ENTEGA-Konzern rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet 127 junge Menschen in zwölf Ausbildungsberufen und vier dualen Studiengängen aus.

Der Bericht beleuchtet auch die wirtschaftlichen Effekte des Unternehmens. Stolze 180 Millionen Euro fließen über Löhne, Gehälter und Abgaben als Kaufkraft in die Region. 187,7 Millionen Euro beträgt das Einkaufsvolumen des Unternehmens. Ein bedeutender Anteil davon, nämlich 57,7 Millionen Euro, geht an Lieferanten und Dienstleister aus der Region. Im vergangenen Jahr investierte der Konzern 89,1 Millionen Euro. Der größte Teil davon – rund 65 Millionen Euro – wurden für den Erhalt und den Ausbau der Netze für Strom, Gas, Wärme, Wasser und Telekommunikation ausgegeben. Diese Investitionen zahlen sich aus. So gehören die Energie- und Trinkwassernetze der ENTEGA zu den zuverlässigsten in ganz Deutschland. 

Den vollständigen Bericht finden Sie unter: www.entega.ag/verantwortung


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